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Artikel erschienen im Magazin Achtsames Leben im Oktober 2005

Eine aufrechte Wirbelsäule kennt keinen Schmerz

Wege die Selbstheilungskräfte zu aktivieren

von Christiane Schwarzhuber

Der Schreck steckte mir nach dem schweren Unfall noch lange in den Knochen. Nicht nur das Auto sollte einen Totalschaden haben, auch meine Wirbelsäule hatte nach dem heftigen Schleudertrauma nur noch einen geringen Restwert. Das war der Anfang

 

einer langen Leidensgeschichte. Unerträgliche Kopfschmerzen, Blockaden und Verspannungen in allen Bereichen der Wirbelsäule und permanente Schmerzen ließen mich von einem Orthopäden zum anderen laufen. Ein nicht enden wollender Kreislauf von Röntgenaufnahmen, Einrenkungen, Spritzen, Krankengymnastik und Fango/Massage führte zu immer und immer demselben Ergebnis: Hier wurde nur an der Wirkung, nicht aber an der Ursache therapiert.

Heute bin ich schmerzfrei und in der Lage mir und anderen zu einem beschwerdefreien Leben zu verhelfen. Ich habe mehrere Behandlungsformen gelernt, die in Kombination effektiv zu den Ursachen der Schmerzen vordringen und nicht bei den Auswirkungen verharren.

 

Zur Chronologie: Ich fand nach langem Suchen eine Vitalogin, die mir den obersten Halswirbel, den Atlas, richtete und mir endlich meine Kopfschmerzen nahm. Leider immer nur für wenige Tage, da der Atlas immer wieder in seine alte, schiefe Position zurücksprang.

 

Erst die Wirbelsäulenbehandlungen nach der Dorn-Methode und weiteren verwandten Methoden verschafften mir lang anhaltende Heilung und Schmerzfreiheit. Die Dorn- und ihre verwandten Methoden stellen ein sanftes Verfahren zur Behandlung von Wirbelsäulen- und Gelenkblockaden dar. Im Gegensatz zur eher lokal angewandten Chiropraktik wird bei diesen Methoden die optimale Statik des gesamten Bewegungsapparates wiederhergestellt, ohne Gefahr, Bänder oder Sehnen zu überdehnen. Die Behandlung basiert auf sanftem, gefühlvollem Schieben der knochigen Strukturen. Kleinste Fehlstellungen, z.B. der Wirbel, werden mit den Händen erfühlt und schonend korrigiert. Es ist eine sanfte Korrektur in die Ideallage (ohne Knacken), die der Körper gerne annimmt und der Patient sofort als Schmerzerleichterung spüren kann.

 

Aufgerichtet und endlich schmerzfrei ging ich aus der Therapie heraus. Die Erfolge lösten bei mir eine Faszination aus, die dazu führte, dass ich meine berufliche Ausrichtung auf ganz neue Beine stellte. Neben meiner Heilpraktikerausbildung bildete ich mich intensiv fort im Bereich der alternativen Wirbelsäulen- und Gelenktherapien. Meine Kenntnisse erweitere ich derzeit nachhaltig in einer fünfjährigen Osteopathie-Ausbildung. Bei all meinen Studien komme ich aber immer wieder zum Ursprung schmerzfreien Lebens zurück, der da heißt: Bringe die knochige Struktur als statisches ...

 

erüst exakt auf ihren Punkt und der gesamte Organismus kann sich adaptieren. Je besser der Körper sich bei der Gerüstkorrektur angepasst hat, desto schneller können die Selbstheilungskräfte ihr Werk vollbringen und die Krankheitssymptome beseitigen.

Wenn das Gerüst steht, kann der Bau beginnen. Meine Therapie besteht grundsätzlich aus der Kontrolle und Behandlung aller die Statik betreffenden Bereiche und Knochen. Das Besondere ist, dass ich den schiefen Menschen wieder weitestgehend gerade rücke. Angefangen bei den gelenkigen Verbindungen in den Füßen, über die Knie bis hin zu den Hüftgelenken. In den allermeisten Fällen sind danach Beinlängendifferenzen behoben. Denn die wichtigste Grundlage für eine gerade Wirbelsäule ist ein waagerechtes Becken, was wiederum von zwei gleich langen Beinen abhängt.

Als nächstes widme ich mich der Beckenstatik, behandle Verwringungen oder andere Rotationsbewegungen der Beckenschaufeln und betrachte das Kreuzbein. Das Kreuzbein ist die Basis der Wirbelsäule und hat daher eine ganz besondere Bedeutung in der Körperstatik. Ist das Kreuzbein in die gelenkige Verbindung zwischen den Beckenschaufeln in die optimale Position gesetzt, muss die Wirbelsäule ihren ausgleichenden Schwung nicht mehr vollziehen.

Anschließend korrigiere ich Wirbel für Wirbel der gesamten Wirbelsäule auf seitliche Verbiegungen (Skoliose) oder Verdrehungen (Torsion). Häufig sind Wirbel nicht nur seitlich verschoben, sondern im Millimeterbereich auch um die eigene Achse verdreht. Mit meiner sanften Art des Wirbelrichtens werden Gelenke und Bänder geschont, nichts wird überdehnt oder mit Gewalt gerichtet, sondern blockierte Wirbel mit den Händen ertastet und in die ursprüngliche Lage sanft zurückbewegt.

Daran anschließend richte ich besonderes Augenmerk auf den 7. Halswirbel, die Basis der Halswirbelsäule, und bringe ihn und die weiteren Halswirbel nur durch leichtes Tippen in ihre Ursprungslage zurück.

Den Abschluss bildet die Vitalogie, die Kunst, den obersten Halswirbel – den Atlas – auf den exakten Auflagepunkt zu justieren. Dieser Eingriff war für mich persönlich der Schlüssel zum Glück, nämlich zu einem Leben ohne Kopfschmerzen. Ist die Statik gerichtet helfe ich dem Körper bei der Anregung zur Selbstheilung mit einer Breuss-Massage. Alles wird zum Fliessen gebracht, Schlacken abtransportiert, Meridiane ausgestrichen und der Rücken mit beruhigendem Johanniskrautöl sanft massiert.

Bei Tinitus oder Schwindel rundet zusätzlich eine craniosakrale Behandlung die Therapie ab. Dies ist eine manuelle Arbeit am Pulssystem der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit sowie am Schädel mit dem inneren Membransystem und dem Wirbelkörperkanal bis hinunter zum Kreuzbein.

Nach dieser etwa dreistündigen Behandlung schließt sich ein Nachkontrolltermin, der in der Regel nur noch kleine Korrekturen beinhaltet, an. Üblicherweise verabschiede ich meine Patienten danach auf unbestimmte Zeit. Im Gepäck haben sie auf ihre Problematik zugeschnittene Selbsthilfeübungen, um ihren geraden Zustand stabil zu halten. Ein Paket, das sie dank ihres aufgerichteten Gerüstes jetzt schmerzfrei und leicht tragen können.

 

News

Presse Oktober 2005

Artikel erschienen im Magazin Achtsames Leben im Oktober 2005

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